Es klinget so düster die Straße entlang
Komitat
Jenaisches Komitat
[C - c c c c]

-
Es klingt so düster die Straße entlang, wie finster das Antlitz, wie schwer der Gang, es ziehen die Burschen wohl Arm in Arm, doch traurig und langsam bewegt sich der Schwarm.
-
Horch, Rädergerassel, es folgt dem Chor ein Wagen, vier schnaubende Rosse davor; voran ein Bursch mit gesenktem Blick, er schaut in die Ferne und schauet zurück.
-
„Und bist du vorüber, du goldene Zeit, vorüber ihr Stunden voll Lust und Leid, muss scheiden, muss wandern, ums Herz ist mir weh, du trauliches Städtchen, nun sag ich ade.“
-
Und weiter und weiter von Haus zu Haus, so geht es langsam zum Tore hinaus; wohl kehren sie wieder, manch schmuckes Paar, doch einer, er fehlt in der stillen Schar.
Worte: Gustav Heinrich Schneider (v/o Scheideck), 1882/83 (1859-1909)
Weise: "Es geht bei gedämpfter Trommel Klang"